Abnehmen bei Fructoseintoleranz

Obst zählt zu den gesündesten Lebensmitteln, die die Natur uns schenkt. Sie sind voller Vitamine, Mineralien und Vialstoffen und haben noch dazu wenige Kalorien. Das ideale Lebensmittel also, wenn es süß und trotzdem gesund sein soll und das gleichzeitig beim Abnehmen hilft. Doch was, wenn Obst Beschwerden hervorruft? 

Schale mit frischem Obst

Was ist Fructose?

Fruchtzucker (Fructose) ist wie Traubenzucker (Glucose) ein Einfachzucker. Er kommt zum Beispiel in Obst, verschiedenen Gemüsesorten, Honig oder Haushaltszucker (Saccharose) vor. Haushaltszucker ist ein Mehrfachzucker, der sich aus Fruchtzucker und Traubenzucker zusammensetzt.

Wann spricht man von Fructoseintoleranz?

Von Fructoseintoleranz spricht man, wenn der Fruchtzucker im Dünndarm nicht aufgenommen werden kann. Im Darm befinden sich kleine Transporteiweiße, über die Nährstoffe aus dem Darminneren ins Blut geschleust werden. Die Menge an Fructose, die der Transporter befördern kann, ist natürlicherweise begrenzt und nicht bei jedem Menschen gleich. Das bedeutet, dass jeder Mensch nur ein bestimmtes, individuelles Maß an Fruchtzucker verträgt. Funktioniert der Transporter nicht richtig, kann er weniger Fructose verarbeiten als bei einem gesunden Menschen. Man spricht deshalb auch von einer Fructose-Malabsorption, also einer eingeschränkten Fruchtzuckeraufnahme.

Wie entstehen die Beschwerden?

Gelangt nun der nicht aufgenommene Fruchtzucker in den Dickdarm, wird er dort von Bakterien zu Wasserstoff, Kohlendioxid und kurzkettigen Fettsäuren abgebaut. Dadurch entstehen die typischen Beschwerden wie Blähungen, Völlegefühl, Übelkeit, Bauchschmerzen und Durchfall. Ob die Symptome stark oder schwach ausfallen, hängt davon ab, wie viel Fruchtzucker aufgenommen wurde und wie ausgeprägt die Erkrankung ist. Einige Menschen reagieren schon auf kleine Mengen Fruchtzucker, während andere ihre „persönliche Dosis“ beschwerdefrei vertragen.

Die Verträglichkeit von Fruchtzucker kann verbessert werden, wenn gleichzeitig Traubenzucker (Glucose) gegessen wird. Das Verhältnis von Traubenzucker zu Fruchtzucker sollte wenigstens 1:1 oder größer sein.

Therapie

Eine Fruchtzucker-Unverträglichkeit kann bis jetzt noch nicht mit Medikamenten behandelt werden. Hilfe bringt einzig und allein eine je nach Art und Schweregrad der Erkrankung konsequent eingehaltene fructosearme Kost. Der Zuckeralkohol Sorbit ist die Alkoholform von Fructose und sollte ebenfalls gemieden werden. Er kommt natürlicherweise vor und wird wie Fructose als Zuckeraustauschstoff insbesondere bei diätetischen Lebensmitteln eingesetzt.

Grundsätzlich ist also auf eine fruchtzuckerarme und sorbitfreie Kost zu achten, dennoch ist es nicht erforderlich, Fruchtzucker generell zu meiden. Bei gleichzeitiger Anwesenheit von Glucose (Traubenzucker) im Darm wird der Fruchtzucker wesentlich besser aufgenommen. Ist das Verhältnis von Glucose zu Fructose größer oder gleich 1, so ist das entsprechende Lebensmittel in der Regel verträglich.

Entsprechende Listen finden Sie unter http://www.dr-barbara-hendel.de/ganzheitliche-medizin/krankheitsbilder/unvertraeglichkeiten/fructose-tabelle-gemuese/ und http://www.dr-barbara-hendel.de/ganzheitliche-medizin/krankheitsbilder/unvertraeglichkeiten/fructose-tabelle-obst/.

Ernährungsplan bei Fructoseintoleranz

Speziell für Übergewichtige mit Fruktoseunverträglichkeit habe ich einen Ernährungsplan entwickelt, der diese Einschränkung berücksichtigt. Sie erhalten Ihren auf Sie abgestimmten Ernährungsplan mit Ihrer persönlichen Lebensmittel-Auswahlliste, die nur Lebensmittel enthält, die Sie auch essen dürfen.

Mehr dazu unter http://www.dr-barbara-hendel.de/ernaehrungs-coach/ernaehrungsplan-med/

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